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PMS und sonstige monatliche Betriebsstörungen

Heißhunger auf Schokolade? Den „Blues“ vor den Tagen? Menstruationsbedingte Kopfschmerzen oder Bauchkrämpfe? Mit PMS (prämenstruelles Syndrom) sind die psychischen und physischen Symptome gemeint, die gegen Ende des Menstruationszyklus auftreten (also vor der neuen Reinigung/Blutung) und das normale Leben der Frau stören. Bei vielen Frauen sind die PMS Symptome minimal, also fast nicht wahrnehmbar, und bei manchen sehr stark.

Diese Begleiterscheinungen beginnen etwa eine oder zwei Wochen vor der Periode und enden mit der Menstruation. Ihre Stärke variiert von Frau zu Frau und auch von Zyklus zu Zyklus derselben Frau. Die einzelnen Symptome beruhen vermutlich auf bestimmten Störungen des äußerst komplizierten biochemischen und hormonellen Zusammenspiels im Körper der Frau. Wenn du deinen eigenen Körper kennenlernst, kannst du bewusst beobachten, wie dein Zyklus ist und wie sich dieser in deinem Monatsrhytmus einfügt.

In den 1930er Jahren präsentierte der amerikanische Arzt Dr. Robert Frank seine Studie PMT (premenstrual tension), in der er mehr als 50 verschiedene Symptome beschrieb, an denen Frauen vor der Menstruation leiden können. In den 1950er Jahren haben zwei britische Ärzte ihre Studie namens PMS (Prämenstruelles Syndrom) veröffentlicht und die neue Bezeichnung wurde bald weltweit verwendet. PMS tritt vor allem in den westlichen Industrieländern auf. 1988 ergab eine Umfrage, dass meistens verheiratete Frauen, die kleine Kinder zu Hause haben und zur Depression tendieren, betroffen sind.

PMS kann Reizbarkeit, Überempfindlichkeit, Depression oder das Bedürfnis etwas Ungesundes zu essen bedeuten. Weitere übliche Symptome sind Müdigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Blähungen, Ödeme und Brustschmerzen. Häufig können Probleme in der Arbeit, in der Familie oder mit dem Partner dem PMS zugeordnet werden. Oft sind Frauen vor der Menstruation emotionaler, kreativer und sensibler - diese Eigenschaften kann man auch im positiven Sinne nutzen!

Behandlung: Die Menstruationsbeschwerden kann man durch richtige Nahrung und Sport lindern. Beim Sport wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Auch Fisch und Soja sind reich an Serotonin. Außerdem soll Magnesium helfen - Salz und Koffein dagegen solltest du vermeiden. Auch Sex hilft.

Achtung: Rauchen kann den Menstruationszyklus verkürzen und erhöht die Wahrscheinlichkeit vieler anderer Menstruationsbeschwerden, einschließlich Schmerzen. Vegetarierinnen und gesunde Frauen, die ihr Körpergewicht konstant halten, haben meist weniger Beschwerden.

Menstruationskrämpfe

Regelschmerzen sind üblich bei jungen Frauen und sie sind am schlimmsten während der ersten Tage der Periode. Normal verlieren die Schmerzen mit dem Alter und nach einer Geburt an Intensität. Gegen Regelschmerzen hilft z.B. das Schmerzmittel Ibuprofen. Viele Frauen finden auch Omega-3-, Fettsäure-, Vitamin B12-, Kalzium- und Magnesiumhaltige Lebensmittel hilfreich. Auch schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Lakritzwurzel, Kamille, Gänsefingerkraut, Salbei, Ingwer, Engelwurz, Frauenmantel, Zitronenmelisse, Schafgarbe u.v.m. können helfen. Es gibt bekannte „Frauenteemischungen“. Akupressur kann Krämpfe lindern. Dazu einfach den Akupressurpunkt in der Mitte der Stirn, drei fingerbreit über den Augenbrauen, drücken.

Menstruationsmigräne

Viele Frauen leiden an menstruellen Kopfschmerzen. Bis zu 60% aller Frauen unter 40 sind schätzungsweise davon betroffen. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die Schmerzen eine Folge von sinkenden Östrogen- und Progesteronspiegeln sind. Dagegen soll das “Glückshormon” Serotonin helfen. Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff und Neurotransmitter. Sport und bestimmte Nahrungsmittel, wie Walnüsse, Bananen und Kakao erhöhen die natürliche Serotonin-Produktion. Du kannst deinen Lieblingsbooster selbst wählen!