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Die Anatomie der Lust

Wenn du deinen Körper gut kennst und weißt welche Stellen dir angenehme Gefühle bereiten, ist es einfacher zu wissen was dich anmacht (und was nicht). Und das ist gut so! Seinen Körper zu kennen, kann helfen ein gesundes Sexleben zu haben (alleine oder mit PartnerIn).

28 02 2017

Die Anatomie der Lust

Wir alle hatten das Gespräch über „Die Bienen und die Blumen“, oder? Sperma trifft auf Eizelle, ein Fötus entsteht, 9 Monate später wird ein Baby geboren. Natürlich ist es nicht ganz so einfach, aber du weißt was wir meinen. Worüber wir nicht so viel sprechen ist, dass deine Genitalien und Sexualorgane nicht nur zur Fortpflanzung da sind. Sie sind auch dazu gemacht (manche mehr als andere), dass du dich gut fühlst.

Wenn du deinen Körper gut kennst und weißt welche Stellen dir angenehme Gefühle bereiten, ist es einfacher zu wissen was dich anmacht (und was nicht). Und das ist gut so! Seinen Körper zu kennen, kann helfen ein gesundes Sexleben zu haben (alleine oder mit PartnerIn). Also lasst uns ohne Umwege über Lust und Anatomie sprechen!

Gehirn über alles

Bevor wir über die physischen Stellen des Körpers sprechen, die zur Lust beitragen, sprechen wir zuerst über das größte Sexualorgan – dein Gehirn! In deinem Gehirn (neben all den Songtexten, die du je gehört hast) findet sich ein Teil namens Hypothalamus. Dieses Kontrollzentrum reguliert und verteilt Hormone, welche zur sexuellen Lust und sexuellem Verlangen beitragen, wie Serotonin, Dopamine, Oxytocin und Vasopressin. Dein Gehirn verarbeitet auch Lust und Schmerzen und kommuniziert mit dem Nervensystem um zu bestimmen was sich gut anfühlt und was nicht.


Die meisten Frauen brauchen vor allem mentale Stimulation und eine emotionale Verbindung (wird auch im Gehirn verarbeitet), bevor sie sich sexuell erregt fühlen. Männer wiederum, werden meist visuell und physisch stimuliert. Aber etwas mentales Vorspiel hilft immer um in die richtige Stimmung zu kommen.

Erogene Zonen

Deine Genitalien sind eine gut bekannte Lustzone, aber angemacht zu werden kann eine Ganzkörpererfahrung sein, wenn man weiß welche Zonen angesprochen werden sollen – also die erogenen Zonen. Dies sind nicht-genitale Zonen des Körpers mit einer hohen Anzahl an Nervenenden, welche Signale an das Gehirn senden und über angenehme Empfindungen melden.


Wenn du einmal weißt welche Körperstellen sich gut anfühlen, kannst du sie ins Vorspiel einbauen.

Klito-was?

Lasst uns nun über ein paar grundlegende Lustfakten sprechen, okay? Die Klitoris ist die einzige Stelle des Körpers welche nur für einen Grund da ist – um dich gut zu fühlen.


Direkt unter dem Schamhügel (wo auch der größte Teil der Schambehaarung ist), findet sich die Klitorisvorhaut. Genau darunter ist die Spitze deiner Klitoris. Sie ist ein paar Zentimeter über der Scheidenöffnung und genau dort wo sich deine Schamlippen an der Spitze treffen.
Viele Menschen glauben, das dieser kleine Liebesknubbel alles ist was da ist aber das stimmt nicht. Nur ein Viertel der Klitoris ist sichtbar, der Rest reicht mehrere Zentimeter in den Körper hinein und hat die Form eines Schlüsselbeins.


Diese Stelle ist der Schlüssel zur Lust, zumindest für den größte Teil der Frauen. Laut einer Studie der Cosmo, sagen 38% der Frauen, dass sie nicht genug klitorale Stimulation erhalten wie sie brauchen für einen Orgasmus. Das ist, weil es für die meisten Frauen schwerer ist einen Orgasmus beim Geschlechtsverkehr zu haben, ohne Stimulation der Klitoris.

Mehr lustige Fakten über die Klitoris (und die Vagina):

  • Bis zu 8000 Nervenendungen finden sich in der Klitorisspitze (der Penis hat nur ca. 4000)
  • 50 bis 75% der Frauen, die Orgasmen haben brauchen die Berührung der Klitoris
  • Die Klitoris variiert in Größe und Form
  • Klitoris ist das griechische Wort für Schlüssel (macht Sinn!)
  • Die Vagina kann die zweifache Größe als normal annehmen wenn sexuell erregt
  • Die meisten Nervenenden in der Scheide finden sich im ersten Drittel vom Scheideneingang

Der G-Punkt

Offensichtlich ist die Klitoris der anatomische Schlüssel zu sexueller Lust und deine erogenen Zonen helfen mit. Der zweite Teil deiner Anatomie welcher assisitiert damit du dich gut fühlst ist der G-Punkt.


Wenn du deinen Finger ein paar Zentimeter in die Scheide einführst und eine „Komm her“ Bewegung machst, findest du den G-Punkt. Du findest ihn 3 bis 5 cm nach dem Scheideneingang auf der vorderen Scheidenwand. Dennoch kommen viele Frauen durch Geschlechtsverkehr oder vaginale Stimulation allein nicht zum Orgasmus (daher ist die Klitoris so wichtig).


Es gibt auch Diskussionen darüber ob der G-Punkt überhaupt existiert, aber das tut er. Nur nicht alle Frauen finden es lustvoll, das ist ganz normal.


Deine Klitoris, der G-Punkt, die erogenen Zonen und dein Gehirn sind nur ein Teil davon was dir angenehme Gefühle bereitet. Deine ganze Vagina ist voller Nervenenden, welche sich, wenn stimuliert, richtig gut anfühlt. Das gleiche gilt auch für den restlichen Körper. Nur weil etwas nicht als erogene Zone bezeichnet wird, heißt das nicht, dass dies nicht gut für dich ist. Am wichtigsten ist nämlich, dass du dir Zeit nimmst um deinen Körper kennenzulernen und herausfindest was sich für dich selbst gut anfühlt.

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