Menstruationsgesundheit im Weltraum: Lunette-Tassen in einer bahnbrechenden Studie, die in „Nature“ veröffentlicht wurde

Menstruationsgesundheit im Weltraum: Lunette-Tassen in einer bahnbrechenden Studie, die in „Nature“ veröffentlicht wurde

Wir bei Lunette sind davon überzeugt, dass Bildung und der universelle Zugang zu Wissen die Grundlage für Selbstbestimmung bilden. Deshalb ist es uns so wichtig, die Wissenschaftler des Astro Cup zu unterstützen und sicherzustellen, dass ihre bahnbrechenden Forschungsergebnisse in „Nature“ als Open-Access-Artikel veröffentlicht werden. Wissen sollte niemals hinter verschlossenen Türen verborgen bleiben – es sollte frei und für alle zugänglich sein und die nächste Generation von Forschern, Wissenschaftlern und Innovatoren inspirieren können.

Frauen in der Raumfahrt: Die Zahlen

Seit Valentina Tereschkowa 1963 als erste Frau ins All flog, gab es stetige, wenn auch langsame Fortschritte. Bis zum Jahr 2020 machten Frauen nur 12 % aller Astronauten aus, die ins All geflogen waren. Bis heute haben weltweit rund 70 Frauen die Erde verlassen. Die NASA hat den Frauenanteil in ihrem Astronautenkorps erhöht, doch der Bereich bleibt nach wie vor männerdominiert. Da sich immer mehr Frauen auf Langzeitmissionen zum Mond und zum Mars vorbereiten, ist die Auseinandersetzung mit der Menstruationsgesundheit im Weltraum nicht mehr nur eine Option – sie ist unverzichtbar.

Die Herausforderung der Menstruation im Weltraum

Jahrzehntelang wurde die Menstruation in der Raumfahrt als logistisches Problem betrachtet. Es ist bekannt, dass frühe NASA-Ingenieure Sally Ride 1983 fragten, ob 100 Tampons für ihre siebentägige Mission ausreichen würden – ein Symbol dafür, wie unvorbereitet die Programme auf die Gesundheit von Frauen waren.

Traditionell haben viele Astronautinnen während ihrer MissionenHormontherapieneingesetzt,um ihre Menstruation zu unterdrücken. Dieser Ansatz ist zwar praktisch, nimmt den Frauen jedoch die Wahlmöglichkeit und wirft Fragen hinsichtlich der langfristigen Gesundheit auf. Einwegprodukte verursachen zudem Abfall und stellen die Lagerung in Raumfahrzeugen vor Herausforderungen.

Astro Cup: Ein erster Schritt in Richtung Veränderung

Im Rahmen des „Astro Cup“-Experiments wurden Lunette-Menstruationstassen unter Weltraumbedingungen getestet. Dabei wurde nachgewiesen, dass wiederverwendbare Tassen aus medizinischem Silikon auch in der Schwerelosigkeit sicher und wirksam sind. Dies ist einerster Schritt, um zu untersuchen, wie Astronautinnen ihre Menstruation bewältigen können, ohne ganz darauf verzichten zu müssen.

Menstruationstassen bieten:

  • 8–12 Stunden Schutz, wodurch Unterbrechungen während der Einsätze reduziert werden.
  • Bis zu 10 Jahre wiederverwendbar, wodurch Abfall und Lagerungsprobleme vermieden werden.
  • Komfort und Diskretion, sodass sich die Astronauten voll und ganz auf ihre Arbeit konzentrieren können.

Warum das wichtig ist

Diese Forschung ist mehr als nur eine technische Errungenschaft – es geht umSelbstbestimmung, Würde und Gleichberechtigung. Durch die Unterstützung der Wissenschaftler des Astro-Cup-Projekts trägt Lunette dazu bei, dass Astronautinnen nachhaltige Optionen zur Verfügung stehen, die ihren Körper und ihre Selbstbestimmung respektieren.

Während sich die Menschheit auf Missionen vorbereitet, die Monate oder Jahre dauern, werden Lösungen für die Menstruationshygiene Teil des Konzepts für die Weltraumforschung sein. Die Veröffentlichung zum „Astro Cup“ inder Fachzeitschrift „Nature“ist ein Meilenstein, der zeigt, wieMut, Innovation und Aufklärung die Zukunft der Raumfahrt verändern können.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier: https://www.nature.com/articles/s44294-025-00112-9

Foto: mit freundlicher Genehmigung von Pinterest