Oona, du hast schon mehrmals den Weltmeistertitel im Pole Dance gewonnen! Wir freuen uns RIESIG und sind sehr stolz darauf, dass du dich für eine Partnerschaft mit Lunette entschieden hast! Was hast du mit Lunette gemeinsam?
„Wir stehen beide für frische und neue Ansätze, wie zum Beispiel mein Pole-Dance und Lunette im Bereich der Menstruationsprodukte. Ich würde gerne glauben, dass wir beide Botschafter für das Beste sind, was Finnland zu bieten hat: Aufgeschlossenheit und eine tatkräftige Einstellung, Dinge anzupacken.“
„Als ich anfing, meine Pole-Dance-Videos auf YouTube zu veröffentlichen, wurden sie innerhalb kürzester Zeit sehr beliebt. Das Gleiche passierte, als Lunette seine ersten Menstruationstassen auf den Markt brachte.“
Oonas YouTube-Kanal findest du hier.
In diesem Jahr feiern wir das Jahr der #PeriodPower. Wir machen die Gesellschaft auf wichtige Themen wie die Periode aufmerksam. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass deine Periode mehr ist als nur eine persönliche Angelegenheit?
„Sehr oft! Ich war total beeindruckt und inspiriert, als die chinesische Schwimmerin Fu Yanhui vor ein paar Jahren bei den Olympischen Spielen in Rio über ihre Periode sprach. Sie erwähnte es, als wäre es die normalste Sache der Welt – was es ja auch ist. Sie hat mir bewusst gemacht, dass auch ich mich zu Wort melden und dazu beitragen möchte, das Tabu rund um die Periode abzubauen. Im Sport könnten wir unsere Sichtweise auf Regelschmerzen ändern und sie so normal machen wie ein schmerzendes Knie.“
Welche Probleme hat die Gesellschaft noch immer mit unserer Einstellung zum Thema Menstruation?
„Warum schämen wir uns so sehr dafür? Das interessiert mich wirklich. Wir schämen uns und geben oft den Männern die Schuld dafür. Ich habe Männern schon einmal erzählt, dass ich meine Periode habe, und zum Glück habe ich bisher noch keine seltsamen Reaktionen erlebt. Ich bin in einer noch recht neuen Beziehung, und als ich meinem Freund einmal erzählte, dass ich schreckliche Krämpfe hatte, bot er mir an, mich zu massieren, und fragte, ob ich unsere Pläne absagen wolle oder ob ich zu erschöpft sei, um auszugehen.“
Wahnsinn! Welche persönlichen Erfahrungen hast du mit „Period Shaming“ gemacht?
„Ich trainiere seit über 15 Jahren Kinder in verschiedenen Sportarten und mir ist aufgefallen, wie ungezwungen Jungen mir gegenüber darüber sprechen, dass ihr Genitalbereich schmerzt. Mädchen hingegen haben nicht einmal die Worte, um die Situation zu beschreiben. Einmal kam ein kleines Mädchen auf mich zu und flüsterte: ‚Trainer, kannst du mal herkommen? Warum dürfen wir nicht laut sagen, dass meine Vagina wehtut?‘ Wir geben diese seltsame Schammentalität einfach an die nächste Generation weiter, auch wenn wir gar nicht verstehen, warum.“
Ich habe mich dabei ertappt, genau diese Einstellung zu haben. Einmal in einem Tanzkurs in New York ist einer meiner Tanzkolleginnen etwas ausgelaufen. Anstatt sie darauf hinzuweisen, habe ich mich weg gedreht und fand das eklig. Das gleiche Gefühl habe ich, wenn ich in der Umkleidekabine Tamponfäden sehe – und in diesem Sport sieht man die wirklich oft! Ich fühle mich schlecht, weil ich so denke, und ich arbeite daran, aber ich glaube, das Problem zu erkennen, ist schon mal ein guter Anfang.“
Klar, irgendwo müssen wir ja anfangen. Kannst du uns ein paar Tipps geben, wie man mit „Period Shaming“ umgehen kann?
„Wir sollten uns bewusst machen, dass das Schamgefühl nur in unseren Köpfen existiert. Es beruht auf nichts Realem. Man kann diese Gedanken loswerden, wenn man sich dazu entschließt und intensiv an seinen Gedanken und Einstellungen arbeitet. Außerdem ist ein offenes und ehrliches Gespräch wirklich wichtig.“
Wir finden es ebenfalls wichtig, offen und ehrlich über die Menstruation zu sprechen. Vielen Dank, Oona, dass du deine Gedanken mit uns geteilt hast!
Nächstes Mal wird Oona mehr darüber erzählen, wie es ist, als Spitzensportlerin die Periode zu haben. Folgt uns in den sozialen Medien, um mehr zu erfahren!